Eine Reise durch die Entstehung der kaidso Onlinekurse
Wo alles begann
Wenn mich heute jemand fragt, woher meine Liebe zum Nähen, zu Stoffen und zur Maßanfertigung kommt, dann führt die Antwort nicht in eine Schneiderei und auch nicht in eine Modeschule.
Sie führt zu meiner Uroma.
Als Kind habe ich unheimlich viel Zeit bei ihr verbracht. Sie gehörte noch zu einer Generation, für die Wegwerfen keine Selbstverständlichkeit war. Sie lebte einfach, bescheiden und unglaublich kreativ.
Sie trug ihr Leben lang Röcke, hatte keinen Führerschein, konnte nicht Fahrrad fahren, baute ihr eigenes Gemüse an, kochte ein, reparierte Dinge und machte aus scheinbar wertlosen Materialien immer wieder etwas Neues.
In ihrem Haus gab es einen kleinen Dachboden, auf dem meine Schwester und ich schlafen durften. Für uns war das ein Abenteuer. Noch heute gehören diese Erinnerungen zu den schönsten meiner Kindheit.
Abends saßen wir gemeinsam auf dem Sofa. Im Fernsehen liefen alte Filme oder Tatort-Folgen, ich bekam Kamillentee mit Zwieback und Butter, und meine Uroma hatte Weintrauben auf dem Tisch stehen.
Währenddessen wurde gearbeitet.
Wir trennten Knöpfe von alter Kleidung ab, sammelten Bänder, Verschlüsse und Stoffreste. Aus alten Textilien entstanden neue Dinge. Nichts wurde einfach weggeworfen. Ich durfte ihr helfen, Gardinen zu kürzen, Fäden zu ziehen oder kleine Arbeiten vorzubereiten. Für mich war das damals etwas ganz Besonderes und ich sehe mich noch heute stundenlag in der „Schatzkiste“ mit den alten Knöpfen nach den schönsten suchen. Oder mit Nadel und Faden den dunklen Heftstich auf dem weißen Gardinenstoff machen, den meine Oma dann per Hand „richtig“ genäht hat.
Ohne es zu wissen, lernte ich dort etwas, das mich bis heute begleitet:
Die Wertschätzung für Handwerk.
Die Freude daran, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen.
Und die Erkenntnis, dass in vielen Dingen mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht.
Mein erstes selbst genähtes Kleid – und meine erste Lektion über Passform
Auf demselben Grundstück, auf dem meine Uroma lebte, stand auch das Haus meiner Oma.
Meine Oma war ganz anders.
Sie war Unternehmerin, führte ihren eigenen Laden und hatte einen unglaublichen Sinn für Stil. Sie liebte schöne Kleidung, hochwertige Materialien und hatte ein besonderes Gespür für Farben, Einrichtung und Design. Ich habe sie immer dafür bewundert uns war – wenn die Zeit es erlaubte – wirklich super gen in ihrem schönen Haus, in dem irgendwie alles so ein bißchen besser aussah als irgendwo sonst.
Während meine Uroma mir die Liebe zum Handwerk vermittelte, zeigte mir meine Oma die Freude an schönen Dingen. An Farbkompositionen und Zusammenstellungen. An Kleinigkeiten, die etwas einfach aufwerteten.
Ich war ein sehr lebendiges und kreatives Kind und liebte es, zu tanzen und zu singen oder kleine Aufführungen zu machen. Ich spielte Szenen nach, die ich im Fernsehen gesehen hatte, und erfand meine eigenen Vorstellungen für die Familie.
Eines Tages – ich muss etwa vier oder fünf Jahre alt gewesen sein, denn ich war noch nicht in der Schule – beschloss ich, dass ich dafür unbedingt ein eigenes Kleid brauchte. Selbstverständlich selbst genäht. Denn nähen konnte ich ja schon und man konnte mit Sicherheit nicht SO ein schönes Kleid wie ich es mir vorstellte irgendwo kaufen.
Also fragte ich meine Oma nach Stoff. Stoff hatte sie natürlich gerade nicht zur Hand, denn sie war ja in der Familie gar nicht die, die nähte. Aber sie hatte ein wunderschönes Bettlaken. Weiß, mit rosa Rosen.
Für mich war das perfekt. Wie für meine dramatische Prinzessinnen-Aufführung gemacht!
Da ich ja bereits von Hand nähen konnte (ich war übrigens sehr überzeugt dass ich ziemlich gut darin war… zumindest sagte das meine Uroma) und fest davon überzeugt war, genau zu wissen, wie Kleidung entsteht, erklärte ich meiner Oma meinen Plan:
„Ich lege mich einfach auf das Bettlaken. Du malst einmal um mich herum. Dann schneide ich das aus, nähe es zusammen und habe ein Kleid.“ Für mich klang das vollkommen logisch.
Also legte ich mich auf das Bettlaken. Meine Oma zeichnete um mich herum. Ich schnitt alles aus. Ich nähte die Teile zusammen.
Und stellte anschließend fest:
So funktioniert Kleidung leider nicht.
Zwar kam ich irgendwie hinein, aber das Ergebnis hatte mit einem schönen Kleid leider wenig zu tun. Es war eng, unförmig und überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Damals war ich natürlich enttäuscht. Heute muss ich darüber lachen.
Denn rückblickend war das wahrscheinlich meine erste Begegnung mit dem Thema, das später mein ganzes Berufsleben prägen sollte:
Ein menschlicher Körper ist dreidimensional.
Ein Schnittmuster ist zweidimensional.
Und genau dazwischen liegt die eigentliche Kunst.
Damals konnte ich noch nicht wissen, dass mich diese Frage viele Jahre später zur Maßanfertigung, zur Schnittentwicklung und schließlich zur Gründung von kaidso Onlinekurse führen würde.
Aber vielleicht begann genau in diesem Moment meine Faszination dafür, wie Kleidung eigentlich entsteht.
Die Jahre, die mich als Lehrerin geprägt haben
Auch wenn das Nähen mich durch meine Uroma und meine Oma schon früh begleitet hat, spielte in meiner Kindheit und Jugend noch eine ganz andere Leidenschaft eine wichtige Rolle:
Pferde.
Meine Familie betrieb einen Westernreiterhof. Wir bildeten Pferde aus, gaben Reitunterricht, züchteten Pferde und hatten regelmäßig Ferienkinder auf dem Hof. Schon als kleines Mädchen verbrachte ich einen Großteil meiner Zeit im Stall und auf dem Pferderücken, denn auch vor der Zeit des Reiterhofes hatten wir privat Pferde und ich schon immer ein eigenes Pony oder Pferd. Ich bin also irgenwie einfach mit Pferden groß geworden und wenn ich aus der ganzen Zeit an den einen Satz denke, der mich besonders geprägt hat, dann ist das wohl dieser:
„Wenn du aus dem Sattel fällst – dann steig sofort wieder auf!“
Ein Satz, den wohl jeder Reiter kennt und auch genau weiß, wie richtig und wichtig er ist.
Da ich die Kleinste und Leichteste war, saß ich oft auf jungen Pferden, die zum ersten Mal geritten wurden. Sehr früh lernte ich dabei etwas anderes, das mich bis heute begleitet:
Jedes Lebewesen und jeder Mensch lernt anders. Was bei dem einen super funktioniert, funktioniert beim nächsten vielleicht überhaupt nicht.
Mit etwa zwölf Jahren begann ich selbst Reitunterricht zu geben – zunächst für Kinder, später auch für Erwachsene. Rückblickend war das wahrscheinlich eine wunderbare Asubildung für meine spätere Tätigkeit als Kursleiterin, denn ich lernte, Menschen in den unterschiedlichsten Situationen und mit den verschiedensten Wissensständen anzuleiten.
Ich lernte, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären. Auch, wenn sie oft nicht „logisch“ zu erklären waren, sondern irgendwie aus einem Gefühl heraus kommen mussten. Ich lernte, Verantwortung zu übernehmen. Und ich lernte, dass Lernen dann am besten funktioniert, wenn man nicht nur Anweisungen gibt, sondern Verständnis vermittelt. Mit möglichst viel Ruhe, auch in Stressituationen. Einem durchgehenden Pferd begegnet man am besten nicht mit lautem Geschrei und hektischem Gerenne…
Damals ahnte ich natürlich noch nicht, dass ich viele Jahre später tausenden Menschen Maßanfertigung, Schnittentwicklung und Passform beibringen würde und mir genau diese Dinge heute besonders stark auffallen: Wenn andere in Stress geraten, schalte ich in „alles ist gut, das wird schon“ Modus. Und bin dann in der Lage, das auch auf mein Umfeld zu übertragen. Wer mich in solchen Situationen schon mal erlebt hat, weiß mit Sicherheit, was ich meine.
Wenn ich heute auf meine Zeit mit den Pferden zurückblicke, erkenne ich viele Dinge wieder, die mich bis heute prägen. Und es wundert mich überhaupt nicht, dass diese wunderschönen Tiere für so viele therapeutische und heilende Dinge eigesetzt werden. Von Pferden kann man einfach so viel lernen…
Als Mode plötzlich mehr wurde als Kleidung
Während meine Kindheit von Pferden, Reitunterricht und dem Leben auf dem Reiterhof geprägt war, begann sich in meiner Jugend eine andere Leidenschaft immer stärker zu entwickeln:
Mode.
Zu Hause war Kleidung eher praktisch: Jeans, T-Shirt, Stallkleidung. Wer täglich mit Pferden arbeitet, verbringt seine Zeit nicht in Designerkleidung, sondern im Matsch, auf der Weide und im Stall.
Doch als Jugendliche entdeckte ich eine völlig neue Welt.
Mode wurde für mich plötzlich mehr als nur etwas, das man trägt.
Sie wurde Ausdruck.
Kreativität.
Persönlichkeit.
Neugier.
Ich probierte alles aus. Von alternativen Stilrichtungen über Punk, Gothic und die damalige Elektro- und Rave-Szene bis hin zu Second-Hand-Mode und ungewöhnlichen Kombinationen. Meine Haare hatten passend dazu vermutlich jede Farbe, die man sich vorstellen kann. Mein Kleiderschrank veränderte sich ständig.
Rückblickend ging es dabei nie darum, irgendeinem Trend zu folgen. Es ging darum herauszufinden, wer ich bin. Welche Kleidung zu mir passt. Wie ich mich fühle und wie ich mich ausdrücke möchte.
Und darum, wie viel Schönheit in dem Unterschied liegt und wie besonders uns Unterschiede machen.
Vielleicht liegt genau dort auch einer der Gründe, warum mir Individualität bis heute so wichtig ist.
Denn schon damals wurde mir klar:
Menschen sollten nicht alle gleich aussehen, denn sie sind nicht alle gleich. Auch, wenn uns oft vorgetragen wird, dass wir es sein sollten. Wir sind es einfach nicht. Und es sollte nicht „unerhört“ sein, sondern mutig, wenn man sich nach außen hin auch ebenso zeigt.
Individualität ist wunderbar.
Warum sollten wir also alle dieselbe Kleidung tragen?
Genau die selbe Frage stelle ich mir heute noch:
Warum versuchen wir eigentlich, Millionen unterschiedlicher Körper in wenige Standardgrößen zu pressen?
Warum erwarten wir, dass Menschen sich an Kleidung anpassen, statt Kleidung an Menschen?
Kleidung war für mich nie nur Kleidung
Für mich war Mode nie nur eine Frage des Aussehens. Sie war eine Möglichkeit zu zeigen, wer ich bin.
Ich habe früh erlebt, wie schnell Menschen andere nach ihrem Äußeren beurteilen. Und wie viele Menschen sich gar nicht so kleiden, wie sie eigentlich sind. Nicht hinter jedem eleganten Jakett verbirgt sich ein Edelmann und nicht hinter jedem wunderschönen Abendkleid verbrigt sich eine zarte Prizessin. Es wurde also viel verdeckt und gelogen, sich in ein Äußeres gepresst, um ein falsches Bild zu erschaffen. Auch das fand ich schon immer super interessant und bin noch heute immer diejenige, die direkt „unter“ die Bekleidung guckt.
Deswegen ist es mir wohl bis heute noch egal, ob ich mit der Reinigungskraft oder mit dem Bürgermeister spreche – für mich sind alle gleich. Alles Menschen. Die irgenwie eine Rolle spielen und oft einfach eine Verkleidung anhaben, die zu dem passt, was sie beruflich machen. Aber nicht unbedingt sie selbst wieder spiegeln. Wir sind es gewohnt, denn wir wurden ja zum Großteil so erzogen. Du vielleicht auch?
Mich interessierten schon damals eher die kreativen Menschen. Diejenigen, die hinter die Fassade schauten. Die neugierig waren. Die Fragen stellten. Die Individualität spannend fanden. Die irgenwie ein bißchen anders waren.
Ich schloss mich ihnen an, denn mit meinen langen Dreads und meinen außergewöhlicheren Looks hielt ich mir die Leute vom Hals, die kein Interesse an dem Menschen an sich haben, sondern direkt vom ersten Eindruck ausgehen. Dreads = Asi! Wunderbar, so wurden die oberflächlichen Leute direkt schon immer ausgesiebt ;-). Meine Dreads vermisse ich überigens auch heute noch jeden Tag, und hätte ich sie nicht wegen meiner Nackenbeschwerden abschneiden müssen, hätte ich sie mit Sicherheit heute noch.
Genau diese Individualität und Einstellung wollte ich auch in meiner Kleidung ausdrücken.
Das Problem war nur:
Die Kleidung machte nicht mit.
Mit meinen 1,78 Metern Körpergröße, meinen langen Beinen, dem kurzen Oberkörper, der hohen Taille und den besonderen Proportionen fand ich kaum etwas, das wirklich passte.
Von außen wirkte meine Figur völlig unauffällig, normal, schlank, schöne Kurven.
Doch aus Sicht der Schnittentwicklung bedeuteten meine Körpermaße etwas anderes:
Hosen waren zu kurz.
Kleider saßen an der falschen Stelle.
Taillen verliefen nicht dort, wo meine Taille tatsächlich war.
Ärmel waren zu kurz.
Proportionen stimmten nicht.
Während viele Menschen einfach eine andere Größe kaufen können, lösten sich meine Passformprobleme dadurch nicht. Also begann ich immer häufiger, Kleidung selbst zu verändern oder direkt selbst zu nähen.
Damals wusste ich noch nicht, dass genau diese Suche nach Passform und Individualität später einmal mein Beruf werden würde.
Warum Schnittmuster für mich nie die Lösung waren
Je mehr ich mich für Kleidung, Design und das Nähen interessierte, desto häufiger griff ich natürlich auch zu Schnittmustern. Damals war die Auswahl allerdings nicht mit heute vergleichbar.
Es gab keine großen Online-Shops. Keine Videoanleitungen. Keine Social-Media-Plattformen. Keine digitalen Schnittmuster. Keine riesigen Näh-Communities.
Für viele von uns bedeutete Nähen damals vor allem eins:
Burda-Hefte.
Stundenlang saß ich vor diesen Schnittmusterbögen und versuchte, zwischen unzähligen Linien überhaupt erst einmal die richtige Linie zu finden. Wer das schon einmal gemacht hat, weiß genau, wovon ich spreche.
Doch selbst wenn ich das Schnittmuster endlich übertragen hatte, begann das eigentliche Problem erst:
Es passte nicht.
Und zwar nicht nur ein bisschen nicht.
Sondern oft überhaupt nicht an mehrerern Stellen.
Zu lang.
Zu kurz.
An der falschen Stelle weit.
An der falschen Stelle eng.
Die Taille saß nicht dort, wo meine Taille war.
Die Proportionen stimmten nicht.
Und jedes Mal stellte ich mir dieselbe Frage:
Wenn ich am Ende ohnehin alles ändern muss – warum beginne ich überhaupt mit einem fertigen Schnittmuster? Wieso passt es nicht, wenn es doch von den Maßen her passen sollte?
Damals konnte ich dieses Problem noch nicht erklären und hab mich eigentlich am meisten über mich selbst geärgert. Irgendwas musste ich ja anscheinend falsch gemacht haben. Heute weiß ich natürlich, woran es lag:
Standardschnittmuster basieren auf Standardmaßen.
Mein Körper tat das nicht. Mein Brustumfang war nicht einfach druch 4 teilbar, sondern vorne erheblich mehr als am Rücken und ebenso aber umgekehrt verhielt es sich mit meinem Hinterteil…
Mein Oberkörper ließ sich nicht in drei gleichmäßige Abstände teilen, denn meine Taillie ist einfach etwas höher als bei anderen und meine Hüftknochen sind länger.
Meine Schultern sind eher gerade und flach und natürlich passt dann auch kein Oberteil, was einen sehr schrägen Schulteranschnitt hat.
In klassich geschnittenen Ärmeln konnte ich mich kaum bewegen, weil ich einfach eine sehr runde Schulterkugel hatte, die da viel mehr Pklatz benötigt hätte.
Und genau hier begann meine eigentliche Suche:
Nicht nach einem besseren Schnittmuster.
Sondern nach einem besseren Verständnis dafür, wie Passform überhaupt entsteht.
Zwischen Ausbildung, Nähmaschine und der Suche nach dem richtigen Weg
Während viele meiner Freundinnen einfach Kleidung kauften, blieb mir oft nichts anderes übrig, als selbst kreativ zu werden.
Weder Kaufkleidung noch Schnittmuster passten wirklich zu meinen Proportionen. Also verbrachte ich unzählige Stunden an meiner Nähmaschine. Damals gab es vieles von dem, was heute selbstverständlich ist, noch gar nicht. Keine Social-Media-Plattformen voller Inspiration und auch keine kurz – normal – und langen Größen bei Hosen. Also blieb mir, wenn ich mich frei entfalten wollte, nur eins: Selber machen.
Meine erste Nähmaschine war eine einfache Singer, die beinahe täglich im Einsatz war. Ich nähte aus allem, was ich finden konnte. Ich kombinierte vorhandene Kleidung. Ich experimentierte mit Stoffen. Ich änderte Schnittmuster ab. Ich entwickelte eigene Ideen.
Und vor allem stellte ich mir immer wieder dieselben Fragen:
Warum passt dieses Kleidungsstück?
Warum passt dieses nicht?
Welche Maße sind wirklich wichtig?
Wie entsteht überhaupt ein Schnittmuster?
Und wie kann man Kleidung entwickeln, die tatsächlich zu einem bestimmten Menschen passt?
Damals wusste ich noch nicht, dass genau diese Fragen später zum Mittelpunkt meines Berufs werden würden.
Parallel zu all diesem kreativen Schaffen absolvierte ich zunächst eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellten. Doch schon während dieser Zeit wurde mir immer deutlicher, dass mein Weg woanders lag. Je mehr Zeit verging, desto stärker wurde der Wunsch, kreativ zu arbeiten und etwas zu gestalten.
Ein halbes Jahr vor Abschluss traf ich deshalb eine Entscheidung, die für viele Menschen vermutlich unverständlich war:
Ich brach die Ausbildung ab.
Nicht, weil ich keinen Abschluss schaffen konnte. Sondern weil ich wusste, dass ich diesen Beruf nicht mein Leben lang ausüben wollte, aber ich mit einer abgeschlossenen Ausbildung mit Sicherheit immer wieder in diese Richtung gedrängt werden würde.
Heute gehört diese Entscheidung zu den wichtigsten meines Lebens. Stellt euch mal vor, ich säße heute noch irgendwo im Büro und würde die Sprachnachrichten eines Rechtsanwalts abtippen…
Nach dem Abbruch wechselte ich auf die Fachoberschule Gestaltung. Zum ersten Mal erlaubte ich mir ernsthaft darüber nachzudenken, aus meiner Leidenschaft einen Beruf zu machen. Mein Plan war klar:
Ich wollte Modedesign studieren.
Der Studienplatz, den ich nicht wollte
Die Fachoberschule war für mich eine unglaublich inspirierende Zeit. Zum ersten Mal war ich von vielen kreativen Menschen umgeben. Besonders einer unserer Lehrer hat mich damals geprägt. Er war offen, kreativ, unkonventionell und voller Ideen. Mit ihm entstanden Projekte, die weit über das hinausgingen, was ich bis dahin aus der Schule kannte. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wirklich am richtigen Ort zu sein.
Also erstellte ich meine Bewerbungsmappe und bewarb mich an einer Modedesign-Schule in Hamburg.
Die Bewerbung war erfolgreich und ich erhielt einen Studienplatz und eigentlich hätte das ein großer Glücksmoment sein müssen.
Doch genau das Gegenteil passierte.
Während der Besichtigung der Schule und der Gespräche mit den Dozenten wurde mir etwas klar: Ich stellte fest, dass vieles von dem, was dort gelehrt werden sollte, mich gar nicht wirklich interessierte.
Oder genauer gesagt:
Ich hatte vieles davon bereits auf meine eigene Weise entdeckt und ausprobiert. Gleichzeitig spürte ich, dass ich mich dort stark an die Vorstellungen anderer Menschen anpassen müsste.
An Trends.
An Stilrichtungen.
An Designphilosophien.
An Geschmäcker.
Damals waren sehr klare, reduzierte und moderne Gestaltungsrichtungen gefragt. Doch das war irgendwie so gar nicht meine Welt. Ich wollte nicht lernen, wie man Kleidung für einen Trend entwirft. Ich wollte verstehen, wie Kleidung für Menschen funktioniert.
Als ich an diesem Tag nach Hause fuhr, war ich überraschend enttäuscht. Nicht weil ich keinen Studienplatz bekommen hatte. Sondern weil ich plötzlich wusste, dass ich ihn wahrscheinlich nicht annehmen würde.
Zum ersten Mal wurde mir klar, dass ich eher das Handwerk lernen wollte. Ich wollte verstehen, wie Kleidung konstruiert wird. Wie Passform entsteht. Wie Schnittmuster funktionieren.
Und warum manche Kleidung perfekt sitzt, während andere niemals richtig passen wird.
Diese Erkenntnis veränderte meinen weiteren Weg komplett.
Die Begegnung, die mein Leben verändert hat
Nachdem ich den Studienplatz für Modedesign abgelehnt hatte, war ich zunächst ziemlich ratlos. Einerseits wusste ich, dass ich diesen Weg nicht gehen wollte. Andererseits wusste ich auch nicht, wie mein eigener Weg aussehen sollte.
Ich wollte verstehen, wie Kleidung funktioniert. Ich wollte lernen, wie Schnittmuster entstehen. Ich wollte das Handwerk lernen. Doch weit und breit schien es keine Möglichkeit dafür zu geben.
Damals lebte ich in Ostfriesland. Ausbildungsplätze im Schneiderhandwerk waren dort kaum zu finden. Die meisten Möglichkeiten lagen weit entfernt und die Ausbildungsplätze, die es weiter außerhalb gab, waren zu dem Zeitpunkt auch bereits vergeben.
Eines Abends saß ich in unserer Stammkneipe und erzählte einem älteren Bekannten von meiner Situation. Sein Name war Joke. Er gehörte zu den Menschen, die immer da waren. Die zuhören konnten. Die für jeden einen guten Rat hatten und im halbdunklem Licht am Tresen irgendwie schon zur Einrichtung gehörten.
Ich erzählte ihm von meinem Frust über das Modedesign-Studium und davon, dass ich eigentlich viel lieber das Handwerk lernen wollte. Irgendwann sagte er ganz beiläufig:
„Ich kenne da jemanden. Komm morgen mit.“
Am nächsten Tag holte ich ihn ab. Wir fuhren nach Weener, zu einer kleinen Änderungsschneiderei. Dort lernte ich Ali Atia kennen. Und ich wusste innerhalb weniger Minuten: Das hier ist genau der Ort, nach dem ich gesucht habe.
Die Werkstatt war voller Stoffe, Maschinen, Brautkleider, Lederbekleidung, Änderungen, Sonderanfertigungen und kreativer Projekte. Für andere Menschen wirkte das vielleicht chaotisch. Für mich war es wie eine Schatzkammer.
Überall sah ich Möglichkeiten, Ideen, Techniken, Lösungen.
Und mittendrin stand Ali.
Ein unglaublich herzlicher, 60-jähriger, klitzekleiner Ägypter mit einem offenen Lächeln und einer Begeisterung für sein Handwerk, die sofort spürbar war.
Wir sprachen lange miteinander.
Und noch bevor ich die Werkstatt wieder verließ, hatte ich das Gefühl:
Das wird mein Lehrmeister. In welcher Form auch immer.
Heute weiß ich, dass diese Begegnung mein Leben verändert hat. Und ich bin jeden Tag dankbar dafür.
Mein Lehrmeister
In den Wochen nach unserem ersten Kennenlernen verbrachte ich immer mehr Zeit in der Schneiderei von Ali Atia. Je mehr ich sah, desto sicherer wurde ich:
Von diesem Menschen wollte ich lernen.
Ali war kein gewöhnlicher Änderungsschneider. Er hatte seine Ausbildung und seinen Meisterabschluss ursprünglich in Ägypten gemacht. Dort arbeitete er viele Jahre als Schneider und Ausbilder. Später führte ihn sein Weg als politischer Flüchtling über Frankreich nach Deutschland. In Frankreich arbeitete er mehrere Jahre als persönlicher Maßschneider in einem Herrenhaus, bevor er schließlich seine eigene Schneiderei in Ostfriesland eröffnete.
Nach außen wirkte die Werkstatt eher unscheinbar. Doch hinter den Nähmaschinen, Stoffen, Brautkleidern und Änderungsaufträgen verbarg sich ein enormes Wissen.
Was mich besonders faszinierte:
Ali arbeitete völlig anders als viele Systeme, die ich bis dahin kennengelernt hatte.
Er dachte nicht in Standardgrößen, nicht in Tabellen, nicht in Durchschnittswerten.
Er betrachtete Menschen.
Er sah sich Körperformen an.
Er erkannte Haltungsbesonderheiten.
Er achtete auf Rundrücken, Hohlkreuz, Schulterstellungen, Hüftformen und individuelle Proportionen.
Und genau daraus entwickelte er seine Lösungen.
Zum ersten Mal traf ich jemanden, der Kleidung genauso betrachtete, wie ich es intuitiv immer versucht hatte: Nicht von einer Norm ausgehend.
Sondern vom Menschen ausgehend.
Heute würde man vielleicht sagen, dass er Maßanfertigung konsequent vom Körper her gedacht hat. Für ihn war das einfach selbstverständlich. Genau diese Sichtweise hat mich geprägt.
Sie beeinflusst bis heute die Art, wie ich Schnittmuster entwickle, Passform erkläre und Maßanfertigung unterrichte, denn ich wurde Alis einzige Auszubildende, die er in Deutschland hatte.
Der Weg in die Ausbildung war allerdings alles andere als gewöhnlich.
Da Ali keine schriftlichen Deutschkenntnisse hatte und viele organisatorische Dinge selbst nicht erledigen konnte, kümmerte ich mich um alle Anträge, Genehmigungen und Formalitäten. Da er seinen Schneidermeister und seine Arbeitszeit als Schneider in Deutschland hatte, war es kein Problem, von der Handwerkskammer die Genehmigung für ihn als Ausbilder zu erhalten. Da er aber mit der Änderungsschneiderei nicht viel Geld verdiente, konnte er sich eine Auzubildende eigentlich gar nicht leisten.
Erinnert ihr euch an die abgebrochene Asubildung? An dieser Stelle konnte ich dann sagen: Was für ein doppeltes Glück, dass ich die nicht beendet hatte! Denn weil ich noch keine abgeschlossene Ausbildung hatte und meine Eltern nicht genug Einkommen hatten, um mir eine Ausbildung selber zu fininanzieren, übernahm an dieser Stelle das Arbeitsamt alle anfallenden Kosten!
Nach ein paar Wochen Papierkreis und gefühlt tausenden Anrufen und Anträgen war es dann geklärt:
Mit Unterstützung des Arbeitsamtes entstand eine verkürzte Ausbildung, die ich in Kombination mit der Berufsschule in Bremen absolvierte.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich wir beide waren! Wir hatten uns gesucht und gefunden und plötzlich ergab so vieles, was vorher irgendwie so durcheinander wirkte, endlich einen Sinn.
Bis heute bin ich die einzige Auszubildende geblieben, die Ali in Deutschland ausgebildet hat.
Ich bin dafür unglaublich dankbar.
Denn ich habe bei ihm weit mehr gelernt als nur Nähen.
Ich habe gelernt, Menschen noch mehr so zu sehen, wie sie sind.
Die Frage, die mich bis heute begleitet
Während meiner Ausbildung lernte ich zwei völlig unterschiedliche Welten kennen:
Auf der einen Seite stand die Berufsschule.
Auf der anderen Seite stand die tägliche Praxis in der Schneiderei.
Es gab durchaus Dinge, die ich in der Schule sehr schätzte. Besonders die Stoffkunde faszinierte mich. Noch heute besitze ich die Mappe mit der Stoffsammlung aus dieser Zeit. Dort lernte ich, Materialien zu erkennen, Stoffe zu unterscheiden und ihre Eigenschaften zu verstehen.
Doch gleichzeitig stellte ich mir immer häufiger eine andere Frage. Warum wird so viel Zeit darauf verwendet, Regeln, Formeln und Systeme zu vermitteln, wenn die Realität anschließend völlig anders aussieht?
Besonders deutlich wurde mir das im Bereich der Schnittentwicklung. Wir lernten klassische Berechnungssysteme. Wir konstruierten Schnittmuster. Wir arbeiteten mit festen Formeln. Und anschließend standen wir vor den fertigen Kleidungsstücken.
Die meisten mussten dann nochmal angepasst werden.
Manche sogar sehr stark.
Eigentlich wussten alle Beteiligten, dass die wirkliche Passform erst durch individuelle Veränderungen entsteht. Doch genau dieser Teil wurde oft nur am Rand behandelt. Für mich fühlte sich das seltsam an, denn im Betrieb erlebte ich jeden Tag etwas anderes.
Dort begann die Arbeit nicht mit einer Formel. Dort begann sie mit einem Menschen.
Mit seinem Körper.
Mit seiner Haltung.
Mit seinen Proportionen.
Mit seinen Besonderheiten.
Je länger ich lernte, desto stärker wurde deshalb eine Frage, die mich bis heute begleitet:
Warum bringen wir Menschen nicht zuerst bei, den Körper zu verstehen?
Warum beginnen wir mit Formeln, wenn die eigentliche Lösung doch immer individuell entsteht?
Ihr wisst ja, dass das heute die Grundlage von den kaidso Onlinekursen ist.
Die schönsten Jahre meiner Ausbildung
Wenn ich heute auf meine Ausbildungszeit zurückblicke, dann denke ich nicht zuerst an Prüfungen. Ich denke an die Schneiderei. Offiziell stand draußen „Änderungsschneiderei“.
In Wirklichkeit war es eine kleine Welt voller Kreativität. Die Menschen kamen zu uns… aber nicht nur aus Ostfriesland.
Sie kamen aus Groningen.
Aus Amsterdam.
Sogar aus Berlin.
Ali wurde von Kunden über Jahre weiterempfohlen.
Nicht über Werbung. Sondern weil die Qualität sprach.
In dieser Werkstatt wurde alles gemacht:
Brautkleider.
Abendmode.
Maßanfertigungen.
Gardinen für Sonderformen.
Motorradbekleidung.
Kunststopfen.
Perlenstickereien.
Änderungen.
Reparaturen.
Es gab kein Problem, das nicht gelöst wurde.
Nach wenigen Monaten ließ Ali mich bereits an echte Kundenaufträge. Natürlich kontrollierte er alles. Natürlich korrigierte er mich. Aber er vertraute mir. Und vor allem ließ er mich machen.
Das war seine Art zu unterrichten: Nicht zehn Stunden Theorie. Sondern ausprobieren. Fehler machen. Verbessern. Noch einmal machen.
Bis es wirklich gut war.
Ich erinnere mich bis heute an einen Mantelknopf. Zwei Tage lang nähte ich denselben Knopf an. Immer wieder. Und immer wieder trennte Ali ihn wieder ab: „So nicht, Schatzi.“ oder: „Probier nochmal.“
Damals hätte ich ihn manchmal am liebsten aus dem Fenster geworfen. Den Knopf, nicht Ali.
Heute weiß ich, dass ich genau dort etwas gelernt habe, das mich bis heute begleitet:
Nicht irgendwie. Sondern richtig. Und mit Hingabe.
Abends saßen wir oft noch zusammen. Freiwillig. Ja genau, freiwillig und ohne dafür irgendwas bezahlt zu bekommen.
Ali. Seine Frau Sisi. Ich. Und Alis Hund Ägyptus.
Wir aßen gemeinsam, dann gingen wir ins Wohnzimmer, schauten irgendein arabisches Fernsehen, und nähten gemeinsam. Mit der Hand.
Wir reparierten Spitzen an Brautkleidern.
Nähten Futter von Hand ein.
Setzten Perlen neu auf.
Säumten Hosen mit Blindstichen.
Manchmal bis spät in die Nacht.
Nicht weil wir mussten.
Sondern weil wir es liebten und weil wir immer irgendwelche „Notfälle“ hatten, die am nächsten Morgen unbedingt fertig sein mussten. Ali und ich waren der Rettungsdienst von 500 Personen starken Riesenhochzeiten. Und wir waren es gern.
An diesen Abenden habe ich so viel gelernt. Handwerk bedeutet nicht immer nur Geschwindigkeit. Handwerk bedeutet Sorgfalt. Verständnis. Geduld.
Und die Bereitschaft, so lange an einer Lösung zu arbeiten, bis sie wirklich gut ist.
Der Moment, in dem ich verstanden habe, worum es wirklich geht
Während meiner Ausbildung lernte ich unzählige Techniken.
Ich lernte, Kleidung zu ändern, schnittmuster zu entwickeln, Passformen zu korrigieren, Brautkleider anzupassen.
Oh diese Bräute, die IMMER kurz vor der Hochzeit noch mal eben schnell 10 Kilo abgenommen hatten oder bei der Anprobe die falschen Schuhe dabei hatten… Drama pur!
Ich lernte die unterschiedlichsten Stoffe zu verarbeiten und miteinander zu kombinieren.
Doch irgendwann wurde mir klar:
Eigentlich geht es gar nicht um Kleidung.
Es geht irgendwie immer um Menschen.
Bis heute erinnere ich mich an viele Kundinnen, die mit Tränen in den Augen in die Schneiderei kamen. Manche standen kurz vor ihrer Hochzeit. Andere brachten ganze Kartons voller Kleidung mit. Nicht selten hörte ich denselben Satz:
„Ich möchte mich nicht mehr wie ein Sack anziehen.“
„Mir passt einfach nichts.“
„Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.“
Viele dieser Frauen und Männer (es waren überwiegend Frauen 😉 ) hatten jahrelang geglaubt, mit ihrem Körper sei etwas nicht in Ordnung.
Dabei war oft das Gegenteil der Fall. Ihr Körper war völlig in Ordnung. Die Kleidung war nur nie für sie gemacht worden.
Gemeinsam standen wir vor dem Spiegel. Wir steckten Stoffe ab, veränderten Linien, verschoben Proportionen. Zeigten Möglichkeiten auf.
Oft reichten wenige Veränderungen an den richtigen Stellen, damit eine Frau sich plötzlich ganz anders wahrnahm.
Nicht weil ihr Körper anders geworden war. Sondern weil die Kleidung endlich zu ihr passte.
Diese Momente habe ich geliebt.
Nicht das Nähen.
Nicht die Technik.
Nicht die Änderung selbst.
Sondern den Moment danach.
Wenn jemand plötzlich lächelte.
Wenn die Schultern wieder nach hinten gingen.
Wenn das Selbstbewusstsein zurückkam.
Wenn jemand sich wieder schön fühlte.
Dort habe ich verstanden, dass Passform viel mehr ist als ein technisches Thema. Passform kann verändern, wie wir uns selbst sehen.
Deshalb ist es für mich so wichtig, dass ein Kleidungsstück nicht nur technisch oder theoretisch passt, sondern sich die Person, die es trägt, auch darin wohl fühlt.
Der Sprung in die Selbstständigkeit
Nach meiner Ausbildung begann ein völlig neuer Lebensabschnitt.
Ich wurde Mutter.
Und gleichzeitig entstand der Wunsch, meinen eigenen Weg zu gehen. Schon während meiner Ausbildungszeit hatte ich davon geträumt, irgendwann ein eigenes Label aufzubauen und eigene Ideen umzusetzen. Also wagte ich direkt nach der Ausbildung den Schritt in die Selbstständigkeit.
Damals wusste ich noch nicht genau, wohin die Reise gehen würde. Ich wusste nur eines:
Ich wollte gestalten. Nähen. Designen. Entwickeln.
Und etwas Eigenes aufbauen.
In den ersten Jahren arbeitete ich weiterhin eng mit meinem ehemaligen Lehrmeister zusammen. Ich unterstützte ihn bei Aufträgen, nähte von zu Hause aus für seine Kunden und sammelte gleichzeitig meine ersten Erfahrungen als selbstständige Schneiderin.
Mit der Zeit entstanden immer mehr eigene Projekte. Eigene Kunden. Eigene Aufträge. Eigene Ideen.
Kurz darauf zog ich nach Uplengen in ein Haus am See, das genügend Platz bot, um Arbeit und Familie miteinander zu verbinden. Dort richtete ich meine eigene Werkstatt ein. Aus kleinen Aufträgen wurden größere Projekte. Aus ersten Kunden wurden Stammkunden.
Schon bald arbeitete die erste Mitarbeiterin mit mir zusammen. Und ich fuhr leider immer weniger zu Ali.
Als ich mich selbstständig machte, schenkte mir Ali zwei Dinge:
Die große Schneiderschere, mit der ich während meiner Ausbildung gearbeitet hatte. Viele kennen sie als die „Quietsche-Schere“ aus meinen Videos.
Und die Pfaff-Industrienähmaschine, an der ich viele Jahre genäht hatte.
Die Schere besitze ich immer noch, die Nähmaschine leider nicht mehr, weil sie bei einem Schmorbrand in meiner Werkstatt kaputt gegangen ist.
Für Außenstehende mag die Schere einfach Werkzeuge sein. Für mich ist sie eine Erinnerung.
An einen Menschen, der an mich geglaubt hat.
An einen Lehrmeister, der mein Leben verändert hat.
Und an den Beginn eines Weges, der mich schließlich zu kaidso Onlinekurse führen sollte.
Mein erstes eigenes Geschäft
Mit der Zeit wurde der Platz in meiner kleinen Werkstatt zu Hause immer knapper. Die Aufträge wurden mehr. Die Kunden wurden mehr.
Und irgendwann war klar, dass ich den nächsten Schritt gehen wollte.
Also mietete ich mein erstes eigenes Ladengeschäft im Ortskern von Remels. Dort bot ich Stoffe, Maßanfertigungen und individuelle Kleinstserien an.
Für mich war das eine ganz besondere Zeit. Zum ersten Mal hatte ich selbst einen Ort geschaffen, an dem Menschen direkt erleben konnten, was Maßanfertigung eigentlich bedeutet.
Viele Kunden kamen mit konkreten Wünschen. Andere hatten nur eine Idee im Kopf und suchten jemanden, der daraus ein Kleidungsstück machen konnte. In dieser Zeit entstanden viele besondere Projekte.
Ein smaragdgrünes Abendkleid mit Swarovski-Kristallen.
Ein aufwendig gearbeitetes Abi-Ball-Kleid aus cremeweißem Stretch-Satin.
Ein schwarzer Wollmantel mit rotem Satinfutter.
Aber auch unzählige Hosen, Oberteile, Jacken und individuelle Anpassungen.
Gerade Hosen wurden früh zu einem meiner Spezialgebiete. Natürlich deshalb, weil ich selbst so viele Jahre mit Passformproblemen gekämpft hatte und deswegen genau wusste, wie man einen Hosenschnitt auf den eigenen Körper anpasst.
Je mehr Menschen ich beriet, desto deutlicher wurde mir:
Die meisten Probleme entstehen nicht, weil Menschen die falsche Größe kaufen. Sondern weil Körper unterschiedlich sind.
Und genau diese Unterschiede werden in Standardgrößen oft nicht berücksichtigt. Während mein Ladengeschäft wuchs, begann sich gleichzeitig eine ganz neue Welt zu entwickeln.
Das Internet.
Als DaWanda auf den Markt kam, erkannte ich sofort die Möglichkeiten. Ich gehörte zu den ersten Verkäufern, die dort einen eigenen Shop eröffneten.
Zum ersten Mal war es möglich, Kunden weit über die eigene Region hinaus zu erreichen. Damals verkaufte ich noch ausschließlich handgefertigte Maßanfertigungen. Doch schon zu dieser Zeit begann ich zu verstehen, welches Potenzial das Internet für kreative Menschen und handwerkliches Wissen bieten würde.
Die Hosen, die alles veränderten
Während viele Schneiderinnen und Designer sich auf Kleider, Oberteile oder Accessoires konzentrierten, zog es mich immer wieder zu einem ganz bestimmten Thema:
Hosen.
Denn genau dort hatte ich selbst über viele Jahre die größten Passformprobleme erlebt.
Zu kurz.
Zu tief geschnitten.
Zu eng an einer Stelle.
Zu weit an einer anderen.
Ich wusste aus eigener Erfahrung, wie frustrierend die Suche nach einer wirklich gut sitzenden Hose sein kann. Und wie noch viel schlimmer Hosenschnitte im Schrittbereich entwickelt wurden (ist übrigens bis heute so…).
Als ich meinen DaWanda-Shop eröffnete, entschied ich mich deshalb für einen damals ungewöhnlichen Weg.
Kundinnen konnten sich einen Stoff aussuchen, ihre Körpermaße schicken und ich entwickelte daraus individuell eine Hose nach den Maßen der Kundin. Anschließend wurde die Hose maßangefertigt und direkt verschickt.
Heute klingt das vielleicht selbstverständlich. Damals war es das überhaupt nicht.
Maßanfertigung über das Internet war noch weitgehend unbekannt und jeder, der davon zum ersten Mal hörte, konnte sich nicht vorstellen, dass so etwas funktioniert.
Besonders im Bereich Hosen gab es kaum vergleichbare Angebote.
Aber genau deshalb und weil es eben doch funktionierte wurde das Angebot überraschend schnell bekannt.
Plötzlich erreichten mich Bestellungen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Frauen, die seit Jahren nach einer passenden Hose suchten. Frauen, die in keinem Geschäft etwas fanden. Frauen, die das erste Mal die Möglichkeit hatten, Kleidung speziell für ihren Körper und nach ihren farblichen und stofflichen Vorlieben anfertigen zu lassen.
Für mich war das eine wichtige Erkenntnis.
Die Probleme, die ich selbst erlebt hatte, waren keineswegs ungewöhnlich. Ganz im Gegenteil. Es gab unzählige Frauen, die vor denselben Herausforderungen standen.
Mir wurde immer deutlicher, wie groß der Bedarf an echtem Verständnis für Passform, Körpermaße und individuelle Schnittentwicklung eigentlich war.
Die ersten Anfragen erreichten mich, ob ich nicht mal zeigen könnte, wie man so eine Hose auf die eigenen Maße anfertigt.
Die ersten Ideen für einen videokurs entstanden…
Als ich merkte, dass Erfolg nicht automatisch glücklich macht
Mit der Zeit entwickelte sich mein Unternehmen immer weiter.
Ich kaufte ein Haus in Uplengen, richtete dort meine Betriebsräume ein, absolvierte den Ausbilderschein und begann, selbst Nachwuchs auszubilden. Mehrere Mitarbeiter arbeiteten für mich. Mehrere Auszubildende durchliefen meinen Betrieb. Die Auftragslage war hervorragend.
Von außen betrachtet hatte ich vieles erreicht, wovon ich jahrelang geträumt hatte.
Doch gleichzeitig stellte ich fest, dass sich mein Alltag immer weiter von dem entfernte, was ich eigentlich liebte:
Ich wollte gestalten. Entwerfen. Menschen beraten. Passformen entwickeln. Kreativ arbeiten.
Stattdessen bestand ein immer größerer Teil meiner Arbeit aus Organisation, Personalführung, Ausbildungsdokumentation, Abstimmungen mit Schulen und der Koordination laufender Aufträge.
Mein Beruf wurde zunehmend zum Management eines Systems. Und immer weniger zu dem kreativen Handwerk, für das ich ursprünglich angetreten war.
Gleichzeitig veränderte sich auch der Markt.
Auf Plattformen wie DaWanda nahm der Wettbewerb zu, die Preise gerieten unter Druck und viele kreative Anbieter standen vor denselben Herausforderungen: Preisdumping gepaart mit schlechter Qualität von anderen Anbietern. Für die Kunden ein absolutes Chaos – und für uns Kreative noch viel mehr.
Dann kamen mehrere persönliche Veränderungen gleichzeitig zusammen.
Ich wurde erneut Mutter. Und trennte mich hochschwanger von meinem damaligen Lebenspartner.
Alleine mit den beiden Kindern und dem Betrieb erkannte ich ganz klar:
Mein Unternehmen funktionierte nur, solange ich selbst ständig präsent war. Auch mit noch so vielen Mitarbeitern in den unterschiedlichsten Positionen. Es würde für mich nie möglich sein, etwas anderes zu machen als das, was ich dort seit viel zu langer Zeit tat.
Wenn ich ausfiel, stand vieles still oder funktionierte nicht wirklich. Diese Erkenntnis brachte mich dazu, meinen bisherigen Weg grundlegend zu hinterfragen.
Damals hatte ich ein erstes Video aufgenommen und online verkauft. Darin zeigte ich, wie sich viele der Kundinnen gewünscht hatten, man ein Hosenschnittmuster nach Maß erstellt. Die Nachfrage war überraschend groß und zum ersten Mal seit langem war da dieser Lichtblick:
Vielleicht musste ich nicht jede Hose selbst nähen.
Vielleicht konnte ich Menschen beibringen, wie sie es selbst machen können.
Die Geburt von kaidso Onlinekurse
Verkauft wurde dieser erste Kurs ganz unkompliziert über meinen DaWanda-Shop.
Die Kundinnen kauften ein normales Produkt. Anschließend erhielten sie von mir ein Passwort und konnten sich das Video ansehen.
Heute wirkt das vielleicht völlig normal. Damals war es für viele Menschen etwas völlig Neues.
Und zu meiner Überraschung wurde dieser Kurs immer wieder gekauft. Viele Teilnehmerinnen aus dieser Zeit begleiten mich bis heute. Sie haben in meinem Onlineshop maßgefertigte Hosen von mir gekauft, dann meinen ersten Onlinekurs mit gemacht und sind heute sogar teilweise VIP bei kaidso Onlinekurse. Was für eine gemeinsame Reise!
Manche besitzen sogar noch die maßgefertigten Hosen aus dieser Zeit.
Da war ich nun also, Mutter von einem Kleinkind und einem Baby und stand vor der Entscheidung, wie meine berufliche Zukunft aussehen sollte. Der klassische Weg mit Mitarbeitern, Auszubildenden und einem ständig wachsenden Betrieb passte nicht mehr zu dem Leben, das ich führen konnte und wollte.
Ich wollte für meine Kinder da sein. Ich wollte flexibel arbeiten können. Und ich wollte mein Wissen nicht nur an einzelne Kunden weitergeben, sondern an möglichst viele Menschen.
Also traf ich eine mutige Entscheidung.
Ich schloss meinen Betrieb. Verabschiedete mich von der klassischen vor-Ort-Schneiderei. Und begann, etwas völlig Neues aufzubauen.
Etwas, das es in dieser Form in Deutschland damals noch gar noicht gab. Eine Plattform, auf der Menschen Maßanfertigung, Schnittentwicklung und Passform online durch Videos lernen konnten.
Die erste Version von kaidso Onlinekurse entstand dabei nicht durch eine Agentur. Nicht durch ein großes Team. Und auch nicht durch Investoren.
Ich baute sie selbst.
Stück für Stück.
Seite für Seite.
Kurs für Kurs.
Mit dem Wissen einer Schneiderin.
Der Neugier einer Unternehmerin.
Und der Überzeugung, dass jeder Mensch lernen kann, Kleidung zu entwickeln, die wirklich passt.
So entstand kaidso Onlinekurse. Die erste deutschsprachige Videoplattform für Maßanfertigung. Und fast alle hielten mich für verrückt.
Die ersten Online-Kurse – und jede Menge Gegenwind
Die ersten Jahre von kaidso Onlinekurse waren aufregend, chaotisch und manchmal auch ziemlich anstrengend.
Heute wirken Onlinekurse selbstverständlich. Damals waren sie es nicht.
Die Technik war kompliziert.
Die Kameras konnten nur begrenzte Zeit am Stück aufnehmen. Videobearbeitung war aufwendig. Mitgliederbereiche mussten teilweise mühsam aufgebaut werden. Viele Werkzeuge, die heute selbstverständlich sind, existierten damals noch gar nicht.
Trotzdem war ich überzeugt, dass dieser Weg richtig ist.
Nicht, weil die Technik perfekt war. Sondern weil ich gesehen hatte, wie sehr Menschen von diesem Wissen profitieren konnten und wie viel kreative Freiheit mir diese Art zu arbeiten geben konnte.
Doch neben der technischen Herausforderung gab es noch eine zweite Hürde.
Die Reaktionen aus der Fachwelt.
Viele Menschen konnten mit meiner Art zu unterrichten zunächst gar nichts anfangen.
Denn ich erklärte Maßanfertigung anders.
Ich stellte nicht Formeln in den Mittelpunkt. Nicht Normtabellen. Nicht starre Systeme.
Sondern den Menschen. Den Körper. Die individuellen Proportionen. Die tatsächliche Passform.
Ich übersprang also das „Lehrbuch“ und unterrichtete das, was hinter den geschlossenen Türen natürlich bei jeder guten Schneiderei passiert: Individuelle Anpassung.
Und genau das sorgte für Diskussionen und öffentlichen Gegenwind mit vielen unschönen Kommentaren.
Aber während einige meine Herangehensweise kritisch betrachteten, geschah gleichzeitig etwas anderes:
Immer mehr Teilnehmerinnen erzielten Ergebnisse, die sie vorher nie erreicht hatten. Frauen, die jahrelang mit Schnittmustern gekämpft hatten, konnten plözlich passende Schnittmuster entwicklen oder ihre vorhandenen Schnittmuster richtig anpassen.
Frauen, die glaubten, ihr Körper sei das Problem. Frauen, die schon viele Systeme ausprobiert hatten. Plötzlich verstanden sie Zusammenhänge. Plötzlich konnten sie Passformprobleme erkennen. Plötzlich entwickelten sie Kleidung, die tatsächlich zu ihnen passte.
Genau diese Erfolgsgeschichten gaben mir die Bestätigung, weiterzumachen. Denn am Ende war für mich nie entscheidend, ob meine Methoden in bestehende Kategorien passen oder ob sie „der Fachwelt“ gefallen.
Entscheidend war immer nur eine Frage:
Hilft es den Menschen?
Wenn die Antwort Ja lautet, dann lohnt es sich, neue Wege zu gehen.
Und genau das tue ich bei kaidso Onlinekurse bis heute.
Der Moment, in dem ich verstand, was möglich ist
Der erste große Kurs bei kaidso Onlinekurse drehte sich natürlich um genau das Thema, das mich schon mein ganzes Berufsleben begleitet hatte:
Hosen.
Genauer gesagt darum, wie man eigene Hosenschnittmuster entwickelt, anpasst und daraus Kleidung näht, die wirklich passt. Und zwar mit unterschiedlichen Stoffen, Beinformen und Details.
Vor dem eigentlichen Kurs startete ich zunächst ein Probenähen. Damals war Social Media noch eine völlig andere Welt. Beiträge wurden tatsächlich den Menschen angezeigt, die einer Seite folgten.
Tolle Ergebnisse wurden geteilt und gesehen und dieTeilnehmerinnen berichteten von ihren Fortschritten.
Plötzlich entstand etwas, womit ich in dem Ausmaß gar nicht gerechnet hatte:
Immer mehr Menschen wollten dabei sein.
Immer mehr Menschen wollten lernen.
Immer mehr Menschen wollten verstehen.
Der Kurs entwickelte eine Eigendynamik.
Und dann kam ein Morgen, den ich bis heute nicht vergessen habe:
Ich wachte auf, öffnete mein Konto und stellte fest, dass über Nacht neue Buchungen eingegangen waren.
Viele Buchungen.
Für mich war es damals kaum zu begreifen und ehrlich gesagt fühlte ich mich danach für ein paar Wochen wie in einer Schockstarre. Irgendwie hatte ich das Gefühl, etwas Falsches getan zu haben. Gleich würde sicherlich irgenwer kommen und sich beschweren… oder irgendein Fehler war passiert und die Buchungen wurden irgendwie falsch ausgelöst. Aber es passierte nichts – außer dass noch mehr Buchungen rein kamen.
Jahrelang hatte ich gelernt, dass Einkommen immer direkt an meine eigene Arbeitszeit gekoppelt ist. Eine Hose zu verkaufen bedeutete direkte 1:1 Arbeit.
Zwei Hosen bedeuteten doppelte Arbeit. Also auch doppelten Zeiteinsatz.
Zehn Hosen bedeuteten zehnmal so viel Arbeit – und gar keine Freizeit.
Plötzlich war da etwas völlig Neues. Ich hatte mein Wissen einmal aufgenommen und Menschen konnten davon lernen, unabhängig davon, ob ich gerade schlief, arbeitete oder mit meinen Kindern Zeit verbrachte.
Das fühlte sich wirklich unwirklich an.
Nicht, weil es um Geld ging.
Sondern weil ich zum ersten Mal verstand, welche Möglichkeiten darin liegen, Wissen online weiterzugeben. Zum ersten Mal wurde mir klar:
Ich muss nicht jede Hose selbst nähen und damit Zeit verbringen. Ich kann Menschen zeigen, wie sie ihre eigene perfekte Hose entwickeln. Per Video. Ganz automatisch.
Das war der Beginn von etwas viel Größerem.
Nicht nur für mich.
Sondern für tausende Menschen, die in den folgenden Jahren ihren Weg zu kaidso Onlinekurse finden sollten.
Warum die kaidso Onlinekurse Family entstanden ist
Mit dem Erfolg der ersten Kurse kam aber nicht nur Begeisterung.
Es kam auch Gegenwind.
Und manchmal traf dieser Gegenwind nicht einmal mich, sondern die Menschen, die den Mut hatten, ihre Ergebnisse zu zeigen.
In meinen Kursen arbeiteten echte Menschen mit echten Körpern, keine professionellen Models mit perfekt retuschierten Fotos.
Keine künstlich erzeugten Vorher-Nachher-Bilder, in denen alles im Rücken mit Klammern zusammengehalten wird und von vorne perfekt aussieht.
Sondern Frauen, die lernen wollten. Frauen, die sich trauten, einen ersten Nesselschnitt zu zeigen. Frauen, die ihre Passformprobleme offen ansprachen. Frauen, die Hilfe suchten und sich gegenseitig untersützten.
Und genau dafür wurden einige von ihnen öffentlich kritisiert oder sogar verspottet.
Das hat mich wirklich tief getroffen.
Denn ich wusste genau, wie viel Mut es kostet, sich zu zeigen. Wie viel Mut es kostet, etwas Neues zu lernen. Und wie verletzend es sein kann, wenn andere Menschen daraus einen Angriff machen.
Ich meine nicht die wohlwollende, freundliche Kritik, die jemanden kreativ auf einen neuen Weg verhelfen soll. Sondern persönliche und hasserfüllte Beleidigungen, die ganz schlicht und einfach dazu dienen sollen, jemanden anderes fertig zu machen und klein zu halten.
Wir alle wissen sicherlich, was für eine Art Mensche solche Kommentare schreibt, richtig? Man kann ja immer nur das geben, was man selbst in sich trägt. Bei den einen ist es Liebe und Zuversicht, bei den anderen Hass und Wut.
Ich traf eine Entscheidung, die bis heute gilt:
Bei kaidso Onlinekurse soll es einen sicheren Raum geben. Online genauso wie offline.
Einen Ort, an dem Menschen lernen dürfen. An dem Fehler erlaubt sind. An dem Fragen willkommen sind. An dem niemand ausgelacht wird.
An dem Unterstützung wichtiger ist als Rechthaberei.
Aus dieser Überzeugung entstand die kaidso Onlinekurse Family.
Eine Community, in der sich Menschen gegenseitig helfen, motivieren und begleiten.
Bis heute gehört dieser respektvolle Umgang zu den wichtigsten Grundwerten von kaidso Onlinekurse und den zugehörigen Gruppen.
Denn Kreativität braucht Sicherheit. Lernen braucht Vertrauen. Und niemand sollte Angst haben müssen, etwas Neues auszuprobieren, dass dann mit Sicherheit noch nicht perfekt ist.
Ein Versprechen, das bis heute gilt
Diese Entscheidung wird sich auch in Zukunft nicht ändern:
Bei uns wird niemand wegen seines Körpers ausgelacht.
Bei uns wird niemand wegen seines Wissensstandes herabgesetzt.
Bei uns wird niemand verspottet, weil er etwas Neues ausprobiert.
Und bei uns wird niemand akzeptiert, der andere Menschen absichtlich klein macht.
Diese Haltung begleitet mich schon mein ganzes Leben. Weil ich selbst oft genug erlebt habe, wie schnell Menschen beurteilt werden.
Nach ihrem Aussehen. Nach ihrer Kleidung. Nach ihrem Wissen. Nach ihren Fehlern.
Doch genau dort entsteht kein Lernen. Dort entsteht nur Unsicherheit.
Ich hab also gern die paar bösen Nachrichten und üblen Nachreden abbekommen, die es nach der Entfernung einiger Menschen aus unserem Umfeld gab. Und das nehme ich auch gerne weiterhin in Kauf.
Natürlich bedeutet das nicht, dass alle immer einer Meinung sein müssen.
Konstruktive Kritik, unterschiedliche Sichtweisen und fachlicher Austausch gehören für mich zu einer lebendigen Gemeinschaft dazu.
Was jedoch keinen Platz hat, sind persönliche Angriffe, Respektlosigkeit oder das Herabsetzen anderer Menschen. Weder in unseren online Gruppen noch in unseren vor Ort Gruppen oder Veranstaltungen. Deshalb ziehe ich dort bis heute eine klare Grenze:
Wer andere Menschen bewusst verletzt, schlecht über Teilnehmerinnen, Kundinnen oder die Community spricht oder versucht, Unruhe und Negativität zu verbreiten, gehört nicht zu den Werten, für die kaidso Onlinekurse steht. Und ganz bestimmt auch nicht in mein Umfeld.
Und deshalb gehört er auch nicht zu unserer Gemeinschaft. Das mag für manche absolut übertrieben wirken.
Für mich ist es Fürsorge und Schutz. Für meine Kunden und auch für mich.
kaidso Onlinekurse heute
Wenn ich heute auf die letzten Jahre zurückblicke, dann kommt es mir manchmal vor, als hätte ich mehrere Leben gelebt.
Von den ersten Nähversuchen mit meiner Uroma.
Die lange prägende Zeit mit den Pferden.
Meine wirklich wilde Jugend.
Die abgebrochene Ausbildung und die Suche nach einem Sinn.
Über die Schneiderausbildung.
Die Maßanfertigung.
Mein eigenes Label.
Den Laden.
Die ersten Hosen nach Maß.
Die ersten Online-Kurse.
Bis hin zu den vielen tausend Menschen, die ich heute begleiten durfte.
In dieser Zeit hat sich sounglaublich viel verändert. Der Markt hat sich verändert. Social Media hat sich verändert. Die Technik hat sich verändert. Meine Angebote haben sich verändert.
Und auch ich selbst habe mich verändert.
Was sich allerdings nie verändert hat, ist die Grundidee hinter kaidso Onlinekurse:
Menschen dabei zu helfen, Kleidung zu verstehen.
Nicht nur auswendig zu lernen. Nicht einfach nur nachzuarbeiten. Sondern wirklich zu verstehen. Warum etwas passt. Warum etwas nicht passt.
Wie Schnittmuster funktionieren.
Und wie aus individuellen Körpermaßen individuelle Kleidung entsteht.
Heute ist kaidso Onlinekurse bewusst anders aufgebaut als noch vor einigen Jahren.
Es gibt weiterhin die Möglichkeit, einzelne Kurse zu buchen und in deinem eigenen Tempo zu lernen.
Es gibt die kostenlose kaidso Onlinekurse Family, in der sich Menschen austauschen, gegenseitig inspirieren und ihre Designideen zeigen können.
Und es gibt die VIP-Mitgliedschaft, in der ich meine Mitglieder besonders intensiv begleite – online, bei persönlichen Treffen und in einer sehr engen Gemeinschaft, die über die Jahre entstanden ist.
Mit vielen Mitgliedern verbindet mich inzwischen eine jahrelange gemeinsame Reise und Freundschaft. Manche begleiten mich bereits seit den ersten Tagen von kaidso Onlinekurse.
Andere sind erst vor kurzem dazugekommen.
Doch alle verbindet dieselbe Leidenschaft:
Die Freude am kreativen Arbeiten.
Die Begeisterung für Kleidung und Modedesign.
Und der Wunsch, unabhängiger von Standardgrößen und fertigen Lösungen zu werden.
Mittlerweile führe ich kaidso Onlinekurse wieder bewusst in einer Form, die mir wichtig ist:
Persönlicher. Direkter. Näher an den Menschen.
Denn genau das war immer der Grund, warum ich diesen Weg überhaupt eingeschlagen habe.
Nicht um ein möglichst großes Unternehmen aufzubauen. Sondern um Menschen zu begleiten. Zu unterstützen.
Und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre eigenen Ideen verwirklichen können.
Privat bin ich heute verheiratet und Mutter von drei Kindern.
Viele Teilnehmerinnen haben mich über Jahre begleitet – durch Schwangerschaften, Familienleben, Unternehmensaufbau, Veränderungen und neue Projekte. Oft habe ich das Gefühl, dass wir gemeinsam älter geworden sind. Und weiser 😉
Neben kaidso Onlinekurse gehört heute auch StoffJunkies zu unserem Unternehmen. Dort kümmert sich mein Mann gemeinsam mit seinem Team um Stoffe und Zubehör für kreative Projekte. Mein ehemaliges Label Kaidso ist jetzt eine GmbH.
Natürlich entstehen weiterhin neue Ideen, denn Stillstand war noch nie meine Stärke.
Mit Perfect Fit Pattern arbeite ich aktuell an einem weiteren Herzensprojekt, in das all das Wissen eingeflossen ist, das ich über viele Jahre in der Maßanfertigung, Schnittentwicklung und Passform gesammelt habe. Denn auch nach all den Jahren fasziniert mich dieselbe Frage wie damals als kleines Mädchen mit dem Bettlaken meiner Oma:
Wie entsteht Kleidung, die wirklich zu einem Menschen passt? Und wie kann ich anderen beibringen, sie zu entwerfen?
Was ist eigentlich anders an meiner Methode?
Diese Frage bekomme ich seit vielen Jahren immer wieder gestellt. Und die Antwort darauf ist überraschend einfach:
Ich arbeite nicht von einer Formel zum Menschen.
Ich arbeite vom Menschen zur Kleidung.
Die meisten klassischen Schnittsysteme, Maßsysteme und auch viele moderne Computerprogramme funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Ich glaube es gibt fast keine Methode und kein Prinzip, was ich mir nicht schon angesehen hätte. Von Fachbüchern, PC Programmen oder den neusten AI-Enwicklungen. Eigentlich funktionieren alle ähnlich:
Es werden bestimmte Körpermaße genommen.
Aus diesen Maßen werden über Formeln weitere Werte berechnet.
Aus diesen berechneten Werten entsteht anschließend ein Schnittmuster.
Das ist grundsätzlich nicht falsch. Irgendwo muss man schließlich anfangen und für standardisierte Systeme ist das oft der einzige praktikable Weg.
Mein Ansatz ist jedoch ein anderer. Nehmen wir als Beispiel eine Hose:
In vielen traditionellen Systemen wird die Schrittweite über Formeln aus dem Gesäßumfang berechnet. Auf dem Papier klingt das logisch. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell ein Problem:
Zwei Menschen können denselben Gesäßumfang haben und trotzdem völlig unterschiedliche Körperformen besitzen.
Die eine Person hat vielleicht ein breites Becken, aber einen flachen Po. Die andere Person hat schmale Hüften, dafür aber kräftige Oberschenkel. Eine dritte Person hat zusätzlich Bauchvolumen.
Alle drei Menschen können also denselben Umfang messen, trotzdem benötigen sie unterschiedliche Schnittlösungen.
Genau deshalb interessiert mich nicht nur die Zahl auf dem Maßband. Mich interessiert, wie sich dieses Volumen tatsächlich am Körper verteilt.
Wo sitzt die Hüfte? Wie ausgeprägt ist das Gesäß? Wie verlaufen die Oberschenkel? Wie verteilt sich die Körperform? Welche Bereiche sollen betont werden? Welche Bereiche sollen eher locker sitzen?
Und vor allem:
Wie möchte die Person ihre Kleidung überhaupt tragen?
Denn selbst wenn ein Schnitt mathematisch perfekt berechnet wäre, bedeutet das noch lange nicht, dass er sich für die betreffende Person gut anfühlt.
Manche Menschen mögen ihre Kleidung körpernah. Andere möchten mehr Bewegungsfreiheit. Manche möchten ihren Bauch betonen. Andere möchten ihn lieber etwas lockerer umspielen.
Diese persönlichen Wohlfühlweiten kann keine Formel berechnen, deshalb arbeite ich von Anfang an anders.
Anstatt möglichst lange zu rechnen, zu konstruieren und anschließend zu korrigieren, gehe ich möglichst früh direkt auf die individuellen Eigenschaften des Körpers ein.
Wir schauen uns den Menschen an. Wir betrachten die Körperform. Wir arbeiten mit realen Proportionen. Und wir nutzen sehr früh das direkte Fitting am Körper, denn genau dort entstehen die Informationen, die für eine wirklich individuelle Passform entscheidend sind.
Das bedeutet nicht, dass klassische Systeme falsch sind.
Ich habe sie gelernt. Ich habe sie genutzt. Ich habe mir Systeme aus Deutschland, Europa und dem internationalen Bereich angesehen. Ich habe Schnittprogramme getestet. Ich beschäftige mich bis heute mit neuen Entwicklungen, digitalen Lösungen und KI-gestützten Ansätzen und entwickle ja mittlerweile auch selber Schnittmuster nach eben diesen Kalkulationen in Standardgrößen.
Trotzdem komme ich immer wieder zu derselben Erkenntnis:
Kein System kennt deinen Körper besser als du.
Deshalb steht bei kaidso Onlinekurse nicht die Formel im Mittelpunkt. Sondern der Mensch.
Denn Kleidung soll sich nicht an Durchschnittswerte anpassen.
Sondern an den Menschen, der sie trägt.
Für wen sind kaidso Onlinekurse eigentlich geeignet?
Wenn du jetzt bis hierher gelesen hast, fragst du dich vielleicht:
„Bin ich überhaupt die Richtige für diese Art zu lernen?“
Die Antwort ist überraschend einfach, denn obwohl sich bei kaidso Onlinekurse Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen treffen, lassen sie sich meist in drei Gruppen einteilen.
1. Die kreativen Anfängerinnen
Viele meiner Teilnehmerinnen starten ohne Schneiderausbildung, ohne Schnitttechnik-Ausbildung und oft sogar ohne große Näherfahrung. Sie haben vielleicht schon einmal einen Blick in klassische Schnittsysteme geworfen und direkt gedacht:
„Das ist mir viel zu kompliziert.“
Formeln, Berechnungen, Tabellen, Linien, Computerprogramme….
Diese Menschen suchen meist keinen technischen Bauplan.
Sie möchten verstehen. Sie möchten kreativ arbeiten. Sie möchten ihre Ideen umsetzen. Und sie möchten Kleidung entwickeln, die zu ihnen passt, ohne vorher stundenlang Formeln zu berechnen.
Oft spüren sie schon beim ersten Lesen meiner Kursbeschreibungen:
„Genau so möchte ich lernen.“
Und genau deshalb fühlen sie sich bei kaidso Onlinekurse oft sofort zuhause.
2. Die erfahrenen Näherinnen, Schneiderinnen und Schnitttechnikerinnen
Diese Gruppe überrascht viele Menschen, denn ein großer Teil meiner Teilnehmerinnen hat bereits umfangreiche Vorkenntnisse.
Darunter sind:
Schneiderinnen
Maßschneiderinnen
Schnittdirektricen
Bekleidungstechnikerinnen
Modedesignerinnen
erfahrene Hobbynäherinnen
Viele von ihnen haben bereits Ausbildungen absolviert, Weiterbildungen besucht oder sogar studiert.
Und trotzdem fehlt ihnen häufig etwas Entscheidendes:
Das Verständnis für die Zusammenhänge.
Sie können Formeln anwenden. Sie können Systeme nacharbeiten. Sie können Schnittmuster konstruieren.
Aber sie haben nie wirklich gelernt, warum ein Schnittmuster genau so aufgebaut ist.
Warum eine Änderung an einer Stelle Auswirkungen auf eine andere Stelle hat. Oder warum dieselbe Formel bei zwei Menschen völlig unterschiedliche Ergebnisse liefern kann.
Oft höre ich nach kurzer Zeit denselben Satz:
„Jetzt verstehe ich endlich, warum das alles so funktioniert.“
Und genau dieser Moment ist häufig der Grund, warum erfahrene Fachleute plötzlich wieder Freude an der Schnittentwicklung finden und dann mit den vorher erlenten Systemen plötzlich viel mehr anfangen können.
3. Die frustrierten Hobby-Näherinnen
Diese Gruppe kenne ich besonders gut, weil ich selbst einmal dazugehört habe.
Das sind die Menschen, die unglaublich viel Zeit, Energie und Herzblut investieren:
Sie nähen ihre Kleidung selbst. Sie kaufen hochwertige Stoffe. Sie besitzen gute Maschinen. Sie probieren Schnittmuster aus. Sie besuchen Kurse. Sie lesen Bücher. Sie ändern Schnitte ab.
Und trotzdem endet jedes Projekt mit demselben Gefühl:
„Irgendwie passt es immer noch nicht.“
Nicht furchtbar schlecht. Aber eben auch nicht richtig gut.
Mal sitzt die Hose nicht. Mal stimmt die Schulter nicht. Mal hängt das Oberteil komisch. Mal stimmt die Proportion nicht.
Und irgendwann entsteht die Frage:
„Liegt das Problem vielleicht an mir?“
Die Antwort lautet fast immer:
Nein.
Denn kein Schnittmuster der Welt kann jede Körperform, jede Proportion und jede individuelle Besonderheit abbilden.
Selbst ich, die heute eigene Schnittmuster entwickelt, weiß genau, dass das unmöglich ist.
Schnittmuster müssen immer von einem Standard ausgehen.
Sobald dein Körper an irgendeiner Stelle von diesem Standard abweicht, stößt du früher oder später an Grenzen.
Und genau dort beginnt häufig die Reise zu kaidso Onlinekurse.
Was alle Teilnehmerinnen gemeinsam haben
Ob Anfängerin, Schneidermeisterin oder frustrierte Hobbynäherin, am Ende suchen alle nach derselben Sache:
Sie möchten verstehen. Sie möchten Kleidung entwickeln, die wirklich zu ihnen passt.
Sie möchten ihre Individualität nicht länger an Konfektionsgrößen, Standardtabellen oder Durchschnittswerte anpassen müssen.
Und sie möchten endlich Kleidung nähen, die nicht nur passt, sondern sich auch nach ihnen anfühlt.
Wenn du dich in einer dieser Beschreibungen wiedergefunden hast, dann bist du wahrscheinlich genau richtig bei kaidso Onlinekurse – einer herzlichen Gemeinschaft mit unglaublich viel Schwarmwissen.
Schön, dass du bis hierher gelesen hast
Wenn du tatsächlich bis hier unten angekommen bist, dann hast du jetzt wahrscheinlich mehr über mich erfahren als die meisten Menschen, die mir im Alltag begegnen. 😊
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Geschichte zu lesen. Manchmal fühlt es sich für mich selbst ganz verrückt an, wenn ich zurückblicke. Und wer von euch mein Buch gelesen hat, der weiß ja, dass das hier nur ein kleiner Teil meiner Geschichte ist…
Von den ersten Nähversuchen mit meiner Uroma, über Pferde, Schneiderausbildung, Maßanfertigung, eigene Geschäfte, DaWanda, Online-Kurse und die vielen Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben.
Vieles davon war nie geplant. Manches ist völlig anders gekommen, als ich es mir vorgestellt hatte.
Und trotzdem würde ich heute keinen einzigen Schritt davon missen wollen. Denn jede Erfahrung, jede Herausforderung und jede Begegnung hat dazu beigetragen, dass kaidso Onlinekurse heute das ist, was es geworden ist.
Und dass ich heute die bin, die ich bin.
Vielleicht hast du dich beim Lesen an der einen oder anderen Stelle selbst wiedergefunden. Vielleicht kennst du das Gefühl, dass Kleidung nie richtig passt. Vielleicht möchtest du endlich verstehen, wie Schnittmuster funktionieren. Vielleicht möchtest du einfach kreativer werden und deine eigenen Ideen umsetzen. Oder vielleicht hast du einfach Lust, etwas Neues zu lernen.
Ganz egal, warum du hier bist:
Du bist herzlich willkommen.
Ich hoffe, dass meine Kurse dir genauso viel Freude machen werden, wie es mir Freude macht, sie zu entwickeln.
Und vielleicht begegnen wir uns ja tatsächlich irgendwann einmal persönlich. Bei einem unserer Treffen. In der VIP-Mitgliedschaft. In der kaidso Onlinekurse Family.
Oder einfach online in einem meiner Kurse.
Bis dahin wünsche ich dir ganz viel Freude beim Lernen, Entwerfen, Ausprobieren, Nähen und natürlich beim Entwickeln von Kleidung, die wirklich zu dir passt.
Ich freue mich, dass du da bist.
Herzlich-kreative Grüße,
Deine Svenja